Volker Beller (Festivalleiter), Joshua Weitzel (Kubatur), Katharina Koch (Metzgermeisterin und Autorin) und Christoph Langguth (Randfilm und Film-Shop)

Mit der Idee von einem Festival der abseitigen Filmkunst entstand bereits 2014 das erste Randfilmfest. Ein kleines Team von Filmbegeisterten nahm damals das Publikum mit auf eine visionäre Reise fernab von Mainstream und regulären Kinovorstellungen. Das Kernprogramm bestand aus gerade einmal drei Filmen, umspielt wurde es von einem umfangreichen kulturellen Rahmen. Vom 21. bis 24. September 2023 geht das Filmfestival zum Zehnjährigen in die Jubiläumsrunde und hält ein außergewöhliches kulturelles Programm mit 23 Langspielfilmen, 40 Kurzfilmen, drei Live-Vertonungen, zahlreichen Konzerten sowie vier Lesungen bereit. Als Spielorte wurden in diesem Jahr die Bali-Kinos und die Kubatur im Kulturbahnhof sowie das Kiezkino im Film-Shop in der Erzberger Straße gewählt.

„In diesem Jahr ist das Programm wieder ähnlich wie am Anfang, aber doch ganz anders“, erklärte Festivalleiter Volker Beller beim Pressetermin. Diesem Grundgedanken folgt man und stellt in der ersten Filmrubrik des Festivals wieder „Alles auf Anfang“. Unter diesem Motto werden Debütfilme liebgewonnener Filmemacher gezeigt, die das Team des Randfilmfestes geprägt und inspiriert haben. Dazu gehören surreale Horrorfilme wie der Schwarzweiß-Film „Eraserhead“, einer der ungewöhnlichsten Filme von David Lynch sowie einige Klassiker, darunter der Thriller „The Night of the Hunter“ von Charles Laughton. Als weitere Rubrik ist „This is the End“ Bestandteil des Randfilmfestes. Wie der Titel erahnen lässt, finden Filme über Dystopien und über das Ende der Zivilisation Einzug in das Festivalprogramm. Darunter zum Bespiel „Black Moon“ von Louis Malle sowie der Kurzfilm „From Beyond“ von Fredrik S. Hana. Filme von jungen Filmemacher*innen sind unter dem Motto „Randfilmaward“ zu sehen, einem mit 1.500 Euro dotierten Preis. Dabei handelt es sich um eine Auswahl aus dem zeitgenössischsten, aufregendsten, spannensten, verstörendsten und abseitigsten Film. Darunter der Eröffnungsfilm „Enter Mycel“, der mit lediglich 3.000 Euro produziert wurde. Regisseur David Limmer, Hauptdarstellerin Lena Schönleitner sowie das komplette Produktionsteam werden übrigens zur Eröffnung des Randfilmfestes zugegen sein. Zum diesjährigen Kurzfilmwettbewerb wurden fast 4.000 Filme eingereicht und gesichtet, darunter viele Arbeiten von Studierenden der Kunsthochschule. Drei Beiträge aus Kassel haben es in die Auswahl geschafft und werden bei den „Randaward Shorts“ gezeigt.

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Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Konzerten, Performances, Themenabenden und Lesungen komplettiert das 4-tägige Festival. Unter dem Panel „Unser täglich Fleisch“ wird Metzgermeisterin Katharina Koch aus Calden in Kooperation mit dem Literaturhaus Nordhessen einige Passagen aus ihrem Buch „Fleisch ist kein Gemüse“ lesen, bevor Ann Antidote und Lun Ário mit einer Bondage-Performance Grenzen und Konventionen aufbrechen. Peruanische Gitarrenklänge von Jorge Espinal und facettenreiche Klangkunst von Ambient bis Kindergarten-Krautrock decken den musikalischen Bereich des Randfilmfestes ab. Ein Teil davon findet in der Kubatur im Kulturbahnhof statt, wo am Festival-Freitag und Samstag neben den großen Konzerten improvisierte Sets lokaler Künstler gespielt werden. Hier findet man auch das Festivalzentrum mit Bar und Shop.

Weitere Informationen und Tickets: randfilmfest.de

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